Kurz gesagt: Die Bruttoanfangsrendite setzt die Jahresnettokaltmiete ins Verhältnis zum Kaufpreis. Sie zeigt auf einen Blick, wie viel Prozent des Preises im ersten Jahr als Miete eingehen.
Formel und Beispiel
Bruttoanfangsrendite = Jahresnettokaltmiete ÷ Kaufpreis
Beispiel mit frei gewählten Zahlen: Jahresmiete 140.000 €, Kaufpreis 2.000.000 €. Die Bruttoanfangsrendite beträgt 7,0 %.
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Unterschied zur Nettoanfangsrendite
Die Nettoanfangsrendite zieht nicht umlagefähige Kosten ab und bezieht die Erwerbsnebenkosten in die Investition ein. Sie fällt deshalb niedriger aus und ist aus Sicht des Käufers aussagekräftiger. Im Beispiel liegt sie bei 6,3 %.
Wofür sie taugt
Zur schnellen Einordnung und zum Vergleich ähnlicher Objekte. Für eine Wertaussage reicht sie nicht, weil sie weder Restlaufzeit noch Zustand noch Risiko enthält. Sie ist außerdem nicht der Liegenschaftszins, der vom Gutachterausschuss aus Kaufpreisen abgeleitet wird. Mehr im Ratgeber Kaufpreisfaktor und Rendite.
Praxis: Worauf man achten sollte
Angaben zur Rendite in Exposés beruhen oft auf der Soll-Miete bei Vollvermietung und lassen Leerstand außen vor. Achten Sie darauf, ob die Miete tatsächlich bezahlt wird, ob sie nachhaltig ist und welche Kosten der Eigentümer selbst trägt. Je größer der Unterschied zwischen Brutto- und Nettorendite, desto höher sind meist die nicht umlagefähigen Kosten.
Weiterführend: Kaufpreisfaktor- und Renditerechner.
Häufige Fragen
Ist die Bruttoanfangsrendite höher als die Nettoanfangsrendite?
Kann ich damit den Wert einer Immobilie bestimmen?
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