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Lexikon Immobilienbewertung

Fachbegriffe der Immobilienbewertung verständlich erklärt: von Verkehrswert und Bodenrichtwert bis Liegenschaftszins und Restnutzungsdauer.

Foto: Dr. Marcus Gossler, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0, zugeschnitten

Fachbegriffe der Immobilienbewertung, kurz und verständlich erklärt, mit Hinweisen aus der Praxis und Verweisen auf passende Ratgeber. Zu jedem Begriff finden Sie verwandte Stichwörter, damit Sie sich entlang Ihrer Frage durcharbeiten können.

Alle Begriffe von A bis Z

Verfahren und Grundlagen

Beleihungswert

Der Beleihungswert ist der Wert einer Immobilie, den ein Kreditinstitut zur Absicherung eines Darlehens ansetzt.

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Bodenrichtwert

Der Bodenrichtwert ist der durchschnittliche Lagewert des Bodens für eine Zone mit weitgehend gleichen Nutzungs- und Wertverhältnissen, angegeben in Euro je Quadratmeter.

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Bodenwert

Der Bodenwert ist der Wert eines Grundstücks ohne Berücksichtigung der vorhandenen Gebäude.

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Ertragswertverfahren

Das Ertragswertverfahren ermittelt den Verkehrswert aus dem nachhaltig erzielbaren Reinertrag, der über die Restnutzungsdauer kapitalisiert wird, zuzüglich des Bodenwerts.

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Gutachterausschuss

Der Gutachterausschuss ist ein unabhängiges Gremium nach §§ 192 ff. BauGB, das Grundstücksmärkte transparent macht.

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ImmoWertV

Die ImmoWertV (Immobilienwertermittlungsverordnung) legt bundesweit einheitlich fest, wie der Verkehrswert von Grundstücken ermittelt wird.

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Marktanpassung

Die Marktanpassung ist der Bewertungsschritt, mit dem ein rechnerisch ermittelter vorläufiger Wert an das Preisniveau am Grundstücksmarkt angepasst wird.

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Marktwert

Der Marktwert ist der Preis, der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr zu einem bestimmten Stichtag zu erzielen wäre.

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Qualitätsstichtag

Der Qualitätsstichtag ist der Zeitpunkt, auf den sich der für die Wertermittlung maßgebliche Zustand eines Grundstücks…

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Sachwertfaktor

Der Sachwertfaktor ist das Verhältnis ausgewerteter Kaufpreise zu den jeweiligen vorläufigen Sachwerten.

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Sachwertverfahren

Das Sachwertverfahren setzt sich aus Bodenwert und dem Sachwert der baulichen Anlagen zusammen, der aus den Herstellungskosten abzüglich Alterswertminderung folgt.

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Vergleichswertverfahren

Beim Vergleichswertverfahren wird der Verkehrswert aus Kaufpreisen vergleichbarer Objekte abgeleitet.

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Verkehrswert

Der Verkehrswert ist nach § 194 BauGB der Preis, der zum Stichtag im gewöhnlichen Geschäftsverkehr zu erzielen wäre…

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Wertermittlungsstichtag

Der Wertermittlungsstichtag ist der Zeitpunkt, auf den sich die Wertermittlung bezieht.

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Ertrag und Kennzahlen

Gebäude und Zustand

Rechte und Grundstück

Steuer und Anlässe

Gewerbe

Begriffe rund um Gewerbeimmobilien

Staffelmiete

Eine Staffelmiete ist eine im Mietvertrag festgelegte Miete, die zu bestimmten Zeitpunkten um bestimmte Beträge oder Prozentsätze steigt. Sie macht den Ertrag…

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Indexmiete

Eine Indexmiete (auch Wertsicherungsklausel) koppelt die Miete an einen Preisindex, in der Regel den Verbraucherpreisindex. Steigt der Index, steigt die Miete…

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Mietfläche nach gif

Die Mietfläche nach gif ist die Fläche einer Gewerbeeinheit, die nach der Richtlinie zur Berechnung der Mietfläche für gewerblichen Raum (MF-G) der gif…

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Umsatzmiete

Bei einer Umsatzmiete wird ein Teil der Miete als Prozentsatz vom Umsatz des Mieters berechnet. Üblich ist sie im Handel, in der Gastronomie und in…

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Verlängerungsoption

Eine Verlängerungsoption gibt dem Mieter das Recht, den Mietvertrag einseitig um einen vereinbarten Zeitraum zu verlängern. Ob er sie nutzt, entscheidet der…

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Mietfreie Zeit

Eine mietfreie Zeit ist ein Zeitraum, in dem der Mieter keine oder nur eine verminderte Miete zahlt. Sie gehört zu den Anreizen (Incentives), mit denen…

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Mieterausbau

Mieterausbau bezeichnet Umbauten und Ausbauten einer Gewerbefläche, die auf die Bedürfnisse eines bestimmten Mieters zugeschnitten sind, etwa Trennwände…

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Leerstandsquote

Die Leerstandsquote gibt an, welcher Anteil der Fläche eines Objekts oder eines Marktes nicht vermietet ist. Sie wird meist in Prozent der Gesamtfläche…

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Sale-and-lease-back

Sale-and-lease-back bedeutet, dass ein Eigentümer seine Immobilie verkauft und sie zugleich vom Käufer zurückmietet. Der Betrieb läuft am gleichen Standort…

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Share Deal

Bei einem Share Deal kauft man Anteile an der Gesellschaft, die die Immobilie hält. Beim Asset Deal kauft man die Immobilie selbst.

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Betriebsimmobilie

Eine Betriebsimmobilie ist ein Gebäude, in dem der Eigentümer seinen eigenen Betrieb führt, zum Beispiel Halle, Werkstatt, Büro oder Gasthof. Sie wird nicht…

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Spezialimmobilie

Eine Spezialimmobilie ist ein Gebäude, das für eine bestimmte Nutzung gebaut wurde und sich nur eingeschränkt anders nutzen lässt, zum Beispiel…

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Kaufpreisfaktor

Der Kaufpreisfaktor (auch Vervielfältiger am Markt oder Multiplikator) ist das Verhältnis von Kaufpreis zur Jahresnettokaltmiete. Er sagt, wie viele…

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Bruttoanfangsrendite

Die Bruttoanfangsrendite setzt die Jahresnettokaltmiete ins Verhältnis zum Kaufpreis. Sie zeigt auf einen Blick, wie viel Prozent des Preises im ersten Jahr…

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Bruttogrundfläche

Die Bruttogrundfläche (BGF) ist die Summe der Grundflächen aller Grundrissebenen eines Gebäudes, gemessen an den Außenmaßen. Sie ist in der DIN 277 definiert.

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Erbbauzins

Der Erbbauzins ist das regelmäßige Entgelt, das der Erbbauberechtigte an den Grundstückseigentümer für die Einräumung des Erbbaurechts zahlt.

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Grundflächenzahl (GRZ)

Die Grundflächenzahl (GRZ) gibt an, wie viel Quadratmeter Grundfläche je Quadratmeter Grundstücksfläche überbaut werden dürfen. Eine GRZ von 0,6 bedeutet: 60 %…

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Gewerbegebiet

Ein Gewerbegebiet (GE) dient der Unterbringung von nicht erheblich belästigenden Gewerbebetrieben. Ein Industriegebiet (GI) ist für Betriebe vorgesehen, die in…

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Bestandsschutz

Bestandsschutz bedeutet, dass ein rechtmäßig errichtetes Gebäude und seine genehmigte Nutzung weiter bestehen dürfen, auch wenn das spätere Baurecht sie so…

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Erschließungsbeitrag

Der Erschließungsbeitrag ist ein Beitrag, den die Gemeinde von Grundstückseigentümern für die erstmalige Herstellung von Erschließungsanlagen verlangen kann…

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Altlasten

Altlasten sind Bodenverunreinigungen oder Ablagerungen aus früherer Nutzung, von denen Gefahren für Menschen oder Umwelt ausgehen können. Typisch sind…

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Entwicklungszustand

Der Entwicklungszustand beschreibt nach der Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV), wie weit ein Grundstück baurechtlich und tatsächlich entwickelt…

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Pacht

Bei der Pacht überlässt der Verpächter dem Pächter ein Objekt zum Gebrauch und zum Genuss der Erträge. Der Pächter zahlt dafür den Pachtzins (§ 581 BGB). Die…

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Due Diligence

Die Due Diligence ist die sorgfältige Prüfung einer Immobilie oder eines Portfolios vor dem Kauf. Sie deckt rechtliche, technische, wirtschaftliche und…

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Portfoliobewertung

Eine Portfoliobewertung ermittelt den Wert mehrerer Immobilien zu einem einheitlichen Stichtag, meist für Fonds, Unternehmen, Banken oder Erbengemeinschaften.

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