Kurz gesagt: Altlasten sind Bodenverunreinigungen oder Ablagerungen aus früherer Nutzung, von denen Gefahren für Menschen oder Umwelt ausgehen können. Typisch sind ehemalige Tankstellen, Tankanlagen, Metallverarbeitung oder Reinigungsbetriebe.
Verdacht, Hinweis, Nachweis
Für die Bewertung unterscheiden wir drei Stufen. Bei einem Hinweis legt die frühere Nutzung eine Belastung nahe. Bei einem Verdacht gibt es konkrete Anhaltspunkte, etwa einen Katastereintrag. Bei einem Nachweis liegen Untersuchungen oder Bescheide vor. Der Verkehrswertgutachter untersucht den Boden nicht selbst, das ist Sache eines Fachgutachters für Altlasten.
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Wirkung auf den Wert
Je nach Stufe wird im Gutachten entweder mit der Annahme gerechnet, dass keine Belastung vorliegt, oder ein Risikoabschlag angesetzt. Bei bekannter Belastung werden Sanierungskosten und Auflagen berücksichtigt. Die Annahme wird immer offen ausgewiesen und mit einem Vorbehalt versehen.
Wie man vorgehen kann
- Frühere Nutzungen und Unterlagen sammeln.
- Auskunft aus dem Altlastenkataster bei der zuständigen Behörde einholen (Landratsamt oder kreisfreie Stadt).
- Bei Verdacht einen Fachgutachter beauftragen.
- Ergebnis in die Bewertung einbeziehen.
Rechtliche Verantwortlichkeiten klärt ein Rechtsanwalt. Mehr im Ratgeber Altlasten bei Gewerbegrundstücken und bei Tankstellen und Kfz-Betrieben.
Unterlagen und Praxis
Nützlich sind historische Karten, Genehmigungen früherer Anlagen, Tankprotokolle, Rückbaunachweise und frühere Bodenuntersuchungen. Je besser die Nutzungsgeschichte dokumentiert ist, desto sicherer lässt sich das Risiko im Gutachten einordnen.
Häufige Fragen
Untersucht der Gutachter den Boden?
Mindert ein Altlastenverdacht den Wert?
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